Aasgeier über Moya

SOS – Sie sind außer sich

Nicht nur unsere Hörer sind außer sich, weil ein neues Jahr beginnt und weil Frell wieder da ist. Auch die Moya Crew ist es ganz buchstäblich, denn sie haben ihre Körper getauscht.

Ja, sowas aberwitziges gibt es nur bei Farscape, und wir haben unsere beiden besten Männer an die Aufgabe gesetzt, sich dieses Wirrwarr für euch anzuschauen und zu ordnen. Alex und Gregor machen in diesem Jahr den Anfang und ab heute findet ihr jeden Monatsersten pünktlich eine neue Folge Frell in eurem Podcatcher, dann auch wieder mit dem übrigen Team und unserem Neuzugang Ivy.

Was ist passiert?

Schuld sind unsere neuen Lieblingsaliens. Gregor nennt sie liebevoll „Geiervolk“, Alex „überdimensionierte Aasgeier mit Genickstarre“. Die schiessen voller Angst auf die Moya und dabei kommt es zu einer Energieverwerfung, die mysteriöserweise die Moyacrew eiskalt erwischt und die Seelen untereinander einmal komplett vertauscht. Anscheinend funktioniert der alte Schutzschild der Zelbinion nicht, das merken Crichton und Co relativ schnell, denn die Verwirrung ist grenzenlos.

Gut gefallen hat uns, dass nach dem (zugegeben, etwas überdramatisiert gestalteten optischen) Seelentauscheffekt die jeweils neuen Körperbesitzer an ihrem ersten Satz direkt erkennbar waren.

Schwierigkeiten im neuen Körper

Von Entrüstung, über Neugier bis hin zu speziellen Anpassungsschwierigkeiten bei den eher besonderen Körperkonstellationen muss die Moyacrew mit der neuen Situation klarkommen. Rygel wird allerdings nicht besonders gut von den menschlichen Schauspielern dargestellt. Umgekehrt, wird es natürlich auch schwierig, wir kann man einen anderen Charakter in einer begrenzten Puppe darstellen? Wir finden es grenzwertig..

Andererseits hat der Wechsel von Pilot in eine andere Figur sehr gut dargestellt. Immerhin ist Pilot nie gelaufen und Chiana war nie mit Moya verbunden. Super dargestellt und erweckt ein ganz neues Verständnis für die Situation von Pilot. Auf jeden Fall ist das Ausdrucken von „VIP“-Ausweisen für jedes Besatzungsmitglied eine witzige Idee. Praktisch, dass man die Bilder nach jedem Sprung auch relativ einfach austauschen kann.

Super auch Anthony Simcoe als Chiana. Wir denken es hat ihm etwas zu sehr Spaß gemacht.

Super witzig: Crichton beschreibt Aeryn wie man als Mann pinkelt. „Greif hinein, zieh ihn raus, halt ihn wie eine Pistole“. 😉

Das verschafft ihm natürlich die Berechtigung auch selber mal tätig zu werden und Aeryns Körper in dem er gerade steckt mal sehr direkt auszukundschaften. Wir denken, wenn man 20 Jahre später sich an nichts mehr von Farscape erinnern sollte, diese Szene wird man nicht vergessen. 😉

Das Geiervolk (Hallusianer)

Die cleversten sind sie ja nicht, aber leider sehr verschlagen. Die Unterhaltung mit Zhaan hat etwas surreales. Auf jeden Fall haben sie ein deutlich übersteigertes Selbstbewusstsein und wenig Differenzierungsbegabung. Seltsame Machtstruktur kommt hinzu. Am Ende besiegt Zhaan den Gegner auch durch eigene Waffen und zwar einem klingonisch angehauchten Nachfolgeritus‘.

Eigentlich eine gute Idee von Zhaan, einen der Hallusianer einzuladen, sich auf der Moya umzuschauen um selber herauszufinden, dass die Moya ungefährlich ist. Wirklich eine sehr konstruierte Situation. Und eine eklige, denn der Besuchsgeier will nicht nur aufs Deck pinkeln sondern betreibt unbeobachtet auch Sabotage und kotzt rot und wackelpuddingartig auf einen Nexusknoten. Super das CGI das die Kotze zusammenfliessen lässt, zum damaligen Zeitpunkt State of the art und besser als z. B. Odo der sich bei DS9 verflüssigt.

Aber was zum Teufel soll eine Besatzung aus zwei Geiern bringen, wenn der eine immer fürchten Muss vom anderen abgesetzt zu werden, wenn er einen Fehler macht? Seltsam..

Pilot

.. hat es wirklich am schwersten. Nicht nur, dass er nicht laufen kann, auch dass er merkt wie es ist ohne Moyaverbindung zu leben. Das gibt auch den übrigen Charakteren, z. B. Dargo die Möglichkeit ein Verständnis für Pilot aufzubauen, das vorher so nicht da war.

Was sonst noch wichtig ist

Das Konzept „Körpertausch“ war schon vor Beginn der Dreharbeiten zu Farscape geplant. Anscheinend hatte also nicht nur B5 einen vorbereiteten Handlungsstrang, auch Farscape hat so seine Besonderheiten.

Wir lernen, dass Zhaan Teile ihres pflanzlichen Körpers gezielt verdorren lassen kann um sich Houdini-like aus einer Handschelle befreien zu können. Gut, dass direkt klargestellt wird, dass sie das nicht so oft machen kann, da die nachwachsende Hand schlechterer Qualität ist als die vorhergehende.


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Gregor
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Alex
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Hallo Ivy!

Moya hat Nachwuchs, Frell auch. 🤗 Wir hatten euch aufgerufen euch zu melden, wenn ihr Lust habt, mit uns über die faszinierendste Serie der Science Fiction Welt zu sprechen.

Ivy, dunkelblond-passionierte Stricker- und Bastlerin mit nach eigener Aussage schlechtem Humor 🤣, hat das getan und wir konnten inzwischen mit ihr einen kleinen Schnack halten.

Ivy hat Podcasterfahrung mit dem Andromecast gesammelt und ist passendererweise (wie das ganze Frell-Team) Star Trek und Stargate Fan,  (Doctor Who vielleicht demnächst wieder 😉 ).

Achja, da wir alle undemokratisch sind (jahrelang gestählt unter einem Imperator), entscheiden wir spontan, dass Ivy super zu uns passt und ab sofort im Frell Podcast häufiger zu hören sein wird.

Trivia am Rande: Alex kennt noch das Lied der Brunnen-G aus LEXX. 😃

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Raphael
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Alex
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Ivy
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Gregor

Moya ist noch unterwegs

Ein kleines Lebenszeichen von der Crew.

 

 

 

 

 


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Alex

Anwälte, kleine Tricks und Hannibal Lecter

Zhaan wird angeklagt

Verfolgt von Angst und Furcht

Diese Folge von Frell ist wie ein guter Wein, sie ist gereift und ist jetzt so richtig schön vollmundig um von euch genossen zu werden. 🙂 Juliane, Alex und Gregor besprechen im Trio diese Folge die eigentlich die Staffelpremiere sein sollte, sie wurde allerdings später weiter nach hinten geschoben.

John, Aeryn und D’Argo sind auf einem Planeten voller Anwälte gestrandet. OMG, ist das nicht eine schöne Vorstellung? Direkt nach dem Gangster- oder Politikerplaneten kommt schon der Anwaltsplanet.

Zhaan wird des Mordes angeklagt, der Rest der Crew übernimmt die Verteidigung. Soviel sei vorab verraten, am Ende kommen sie nur mit einem gewieften Kniff aus der Chose wieder heraus.

Die Richterin in ihrer schönen Kluft

Die Handlung setzt das verrückte Verhalten von Zhaan zum Ende der ersten Staffel fort, die Mannschaft ist noch nicht wieder auf Moya zurück. Aber endlich klärt sich auch, was mit D’Argo und John bei der Explosion der Basis im Vakuum des Weltalls geschehen ist.

Die Handlung jenseits der Erlebnisse auf dem Planeten kann man eher vernachlässigen. Die wirkt doch arg konstruiert. Interessant dagegen der Aufbau und sogar der Name des Planeten. Litigate, wie passend.

Recht und Gesetz

Am Anfang steht die Strassenverkehrsordnung. Zhaan wartet noch brav an der Ampel. Und dennoch landet sie relativ schnell hinter Gittern, nicht wegen der Ampel sondern weil sie die Hauptverdächtige in einem Mordfall wird. Uns gefallen die Kostüme der Litigaten, die eine Reminiszenz an Q aus Star Trek oder den Valiard aus Doctor Who darstellen. Sehr kreativ und schön gemacht. Wenn man 80er Jahre Doctor Who Trash mag. Auf jeden Fall ist das rot der Anwältskutten ein toller Kontrast zu Zhaans blau. Die ganze Episode baut auf Trennung und Unterscheidung auf.

Rygel arbeitet im Verteidigungsteam

Der Pflichtverteidiger ist trotz der geringen Strafe von 10 Tagen Knast nicht wirklich hilfreich, könnte daran liegen, dass ihm die selbe Strafe wie dem Angeklagten droht, wenn einen Fehler begeht. Wer will da schon den Job gerne machen oder ein zu großes Risiko eingehen?

Mehr als konstruiert sind wirklich die Szenen bei der Verbrechensaufklärung, mit spontan einsetzenden Scheinwerfern genau auf den Ort des Verbrechens und mehr als omnipotenten Strafverfolgern. Etwas übers Ziel hinaus finden wir.

Immer nur ein Verbrechen gleichzeitig

Zhaan wird wenigstens während sie auf ihre Verhandlung wartet vom Vorwurf des Verkehrsverstosses freigesprochen. Super. Da freut sich sich, bleibt nur noch die Mordanklage. Aber sehr seltsam wie unbürokratisch sich die ansonsten sehr formalen Anwälte in dieser Sache auf einmal verhalten. Und dieser Gerichtssaal, als wäre er direkt von Cardassia Prime ins Farscape Universum gebeamt worden.

Gefährliche Verbrechensaufklärung

Gesegnet seien die Barmänner

Zum Glück kennen sich Barmänner auf dem Anwaltsplaneten mit Rechtsgeschichte aus. So erfahren wir von einer deutlichen einfacheren Rechtssprechung (Axiom), die immer noch gilt. Wunderbar, das bietet sich ja für Zhaan Verteidigung quasi an. Sehr lustig Rygel in seiner Rolle als Verteidiger, als er sich zu sehr aus dem Fenster lehnt und ihm klar wird, dass er nicht lügen darf, und er seinen Einspruch wieder zurück zieht. Entlarvend aber sehr lustig.

Ausgerechnet Chiana muss ihn darauf hinweisen. Dabei ist sie doch charakterlich sehr ähnlich und nicht in der moralischen Position Rygel zu ermahnen.

Auf jeden Fall hilft der gute Barmann noch ein weiteres Mal als er sie auf das Licht der Wahrheit hinweist. Interessant, so langsam verlieren wir wirklich den Respekt vor diesem Volk. Sollten Anwälte wirklich auf eine aufleuchtende Fackel bei der Wahrheitsfindung vertrauen? Naja, aber ein schöner Effekt und die Chance Zhaan freizubekommen.

Sollten wir uns fragen, warum Zhaan auf einmal im Hannibal-Lector-Gedächtnisoutfit in Leder vorgeführt wird? Aber wahrscheinlich mögen Anwälte von Haus aus kleine klerikalen Outfits, schlecht für Zhaan..

Blaue Augen und der Mond

OK, blauäugige Einwohner dürfen bei Mondlicht nicht raus, erst recht nicht bei doppeltem Vollmond. Das gibt üble Hautverbrennungen. Das ist mal kreativ, hat was vampirisches. Aber irgendwie passend zu Anwälten.

Ende gut, alles gut

Zhaans Halluzinationen

Die Gedanken an John halten Zhaan aufrecht. Uns gefällt sehr das Zwiegespräch, das hier dargestellt wird. Es verleiht der Beziehung der beiden weitere Tiefe. Das hatte sich in Staffel 1 ja bereits an mehrere Stellen angedeutet. Aber auch sehr schön, dass Aeryn auch auftaucht. Es ist zwar immer noch das Thema, dass Zhaan loslassen muss und sich selber kümmern muss. D’Argo, der ebenfalls vertreten ist, stellt einen anderen Charakterteil von Zhaan dar. Sehr schön.

Nygel und Chiara oder der kleine Londo

GREEEEEGOR. Merk Dir das mal! Rygel und Chiana. Nicht Londo. 😉

Was denkt das Team?

Leider eine Folge voller Plotholes, schlechter Kulissen und nicht besonders erinnerungswürdig. Durchschnitt. Der Kontext fehlt jetzt irgendwie, weil die Episode an der falschen Stellen gesendet wurde. Das Ende wird zu schnell abgewickelt, „Licht der Wahrheit“? Das ist echt billig. Schön allerdings wirklich die Halluzinationen und die Rahmenhandlung von John und Zhaan. Für Gregor stellt die Folge leider einen Tiefpunkt in der bisher gesehenen Farscapehistorie dar. Schade, das muss besser werden!


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Alex
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Gregor
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Juliane
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Wenn Zhaan blüht wirds ernst

Erst noch harmlos die Sprossen, das wird noch  schlimmer!

Budong – Kreatur des Grauens

Auf der Moya hungert man, mal wieder.. Dabei war doch kürzlich noch der Laderaum voller Cookies. Da hat sich wohl ein altbekannter Hynerianer den Bauch voll geschlagen. In dieser Ausgabe sprechen Juliane, Alex und Tim über Unlogik und schlechte Produktionsqualität. Ein bewohnter Weltraummonsterleichnam, das schreit ja schon nach wissenschaftlicher Auseinandernahme. Das wurde aber heute stark überdeckt mit Stoffkulissen, die Röhrenartige Gänge eines Bergwerks darstellen sollten. Davon waren wir doch etwas enttäuscht. Zum Glück gabs die Zweithandlung rund um die verhungernde Zhaan, die die Moya als Reaktion auf ihren letzten Lebenszyklus in ein allergenes Pollenmeer verwandelt.

Keedva – Monster of the week

Der Budong

Von außen sieht er ja gut aus, zugegeben. Aber man fragt sich unwillkürlich, wie das Leben eines solchen Megamonsters allein im Weltraum wohl sein mag. Und wie entstehen die wertvollen Kristalladern, die nach deren Tod von Schatzsuchern ausgegraben werden? Und die säuregefüllten Eiterblasen, praktisch um den Kristallabbau noch gefährlicher zu machen, aber auch wieder so ein Fakt den man sich in einem lebenden Wesen nur schwer vorstellen kann

Auf jeden Fall wirkten die Szenen die auf dem Budong spielen wirklich wie eine zum Abschlussball ausstaffierte Turnhalle. Viel Stoff, Tüll, Flimmer. Also da wurde mal ordentlich gespart beim Kulissenbau. Wir verstehen gar nicht so richtig warum, es gab bei Farscape wirklich schon ganz andere Kulissen die überzeugend gewirkt haben, nicht nur auf der Moya sondern auch auf dem Planetoiden/Planeten der Woche. Der Budong wurde übrigens als Kostüm von einem Schauspieler ausgefüllt. Armer Kerl, die Bewegung des Tiers hat mit Sicherheit ordentlich Rückenschmerzen verursacht.

Zhaan nicht nur sprossend sondern auch paranoid. Schwierig für alle Beteiligten..

Zhaan

Ihr erster Auftritt in der heutigen Folge ist mysteriös. Zhaan trägt eine Kapuze und man sieht erst im zweiten oder dritten Take, dass sie „sprosst“. Unzählige Wucherungen in ihrem Gesicht verursacht bei uns ein fieses Kribbeln beim Ansehen. Insbesondere nachdem Chiana kurz zuvor über die Eiterbeulen des Budong gesprochen hat. Hintergrund ihres seltsamen Sporenzyklusses ist wohl der Verlust von tierischem Protein. Ist Zhaan als pflanzliche Lebensform demnach ein Ableger der Spezies Fleischfressende Pflanze? 😉

Um Zhaan mit Fleisch zu versorgen opfern sich Chiana, John, D’Argo und Rygel auf dem Budong auf. Warum man in dem Vieh eine Atmosphäre und Schwerkraft hat, fragen wir uns als erstes. Das wäre viel spannender zu erfahren, als dass es dort wohl erbärmlich stinkt.

B’Socc, der Mann mit der erogenen Kopfspalte

Aber Aeryn zeigt sich von ihrer guten Seite. Sie versucht Zhaan zu helfen, braut Salben und baut eine Lichtinstallation auf, da sie ja weiss, dass Zhaan zuvor immer gut auf Licht reagiert hat. Leider geht der Schuss nach hinten los. Zhaan fühlt sich angegriffen und wirft Aeryn vor, sie würde sie töten wollen. Inzwischen würde sie auch nicht mehr nur einfach Nahrung brauchen, sondern auf jeden Fall Fleisch.

Grenzwertiges

Chianas alter Kumpel Temmon stirbt direkt zu Anfang. So richtig betroffen ist davon niemand. Würde ja auch die Handlung aufhalten. Aber der Bruder hätte ruhig mal ein wenig die Fassung verlieren können. Stattdessen wittert er nur seine Chance, Chiana gegen Fleisch zu kaufen und für immer als willige Sklavin zu halten. OK, das ist heftig. Anscheinend ist es für B’Socc kein Problem Chiana in die Prostitution zu stecken. Für ein Stück Schinken..

Das Schlachtfest. Lecker..

Der Darsteller von B’Socc spricht im Original in einem schwierigen Dialekt. Hier hat es sich die Deutsche Synchronisation leicht gemacht. In der Deutschen Version spricht niemand mit Akzent. Schade, dabei geht ein bisschen der Bezug zur einfachen Herkunft mancher Charaktere verloren.

Was denkt das Team

Drei Haken an die Folge, Alex hat sich sehr gefreut endlich seine seit Wochen fertigen Episodennotizen verwursten zu können. 😉 Aber insgesamt war es eine klassische Füllerfolge und bis auf die Vorbereitung einer Liebesbeziehung zwischen Chiana und Ka’Dargo bzw. die verbesserte Beziehung zwischen Aeryn und Zhaan war die Folge eher enttäuschend.

Wir vergeben daher nicht besonders viele unserer Harveys und freuen uns stattdessen auf die nächste Folge. Da ist Luft nach oben entstanden.

 


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Alex
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Juliane
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Tim
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Schmerz und Scham

Um ihn geht es in dieser Folge: Pilot

Wie wir niemals waren

Chaos in der Kommandokapsel, Alex und Gregor haben sturmfrei und dürfen erstmals eine Farscape Folge ganz alleine besprechen. 😉 Das verspricht viel Spaß und den hatten die beiden auch. Dabei ist aber speziell diese Folge eher von der ernsteren Natur, beleuchtet sie doch Pilots und Aeryns Vergangenheit in einem ganz anderen Licht.

Pilot

.. war nicht der erste Pilot der Moya. Er wurde nachdem der ursprüngliche weibliche Pilot von den Peacekeepern ermordet wurde als sehr junger, formbarer Ersatz eingesetzt. Aeryn war als Fußsoldatin im Hintergrund dabei, und Pilot hat es jetzt rausgefunden. Das führt natürlich zu übler Stimmung zwischen den beiden und Pilot geht Aeryn buchstäblich an den Hals. Wir finden, eine sehr krasse Szene.

Die Originalpilotin wird erschossen

Die Peacekeeper

Crays: Anscheinend schon immer ein missgelaunter Charakter. Denn er taucht im Rückblick bei der Ermordung des weiblichen Piloten auf. Velorek hingegen ist eher ein sanfterer Charakter, kein typischer Peacekeeper. Allerdings ist er maßgeblich verantwortlich für den Missbrauch der Piloten. So toll ist er also nicht.

Die Rückblicke mittels Überwachungsvideos sind interessant gefärbt. Im Gegensatz zum eher warm-organischen Orange der Gegenwart ist der Rückblick in die Vergangenheit kalt grau eingefärbt. Dieses Video bekommt die Crew zu sehen, zum Glück hat man Pilot ausgeklammert, wie der wohl darauf reagieren würde. DENKSTE, Rygel sorgt dafür, dass Pilot erfährt was los ist, natürlich total uneigennützig..

Schlechtes Gewissen hat einen Ausdruck: Aeryn

Aeryn leidet mit Recht an ihrer Erinnerung zur gemeinsamen Vergangenheit mit Pilot. Wahrscheinlich noch mehr durch ihre gemeinsame Erfahrung der DNA-Verschmelzung. Eine interessante Wendung in deren Beziehung. Die Sexy-Time mit Velorek ist zwar klassische B-Handlung, aber irgendwie musste man Aeryn ja ein noch schlechteres Gewissen machen.

Die Crew

Chiana gefällt uns durch ihre Abgeklärtheit in dieser Episode gut. Sie ist bei aller Scheinheiligkeit der übrigen Crew die einzige die sich nichts vormacht: „Was dachtet ihr denn, wie Piloten mit Leviathanen verbunden werden?“.

Ein lustiger Punkt in der Folge, Stein-Schere-Papier zwischen John und D’Argo. Dabei weiss er doch, dass er immer verliert!

Pilot wird in die Moya „gepflanzt“

Die Piloten

Sehr interessant auch, dass wir erfahren, was die Rasse der Piloten eigentlich ausmacht. Z. B. die Sprache, die so komplex ist, dass sie viel mehr mit wenigen Silben ausdrücken als normale Lebewesen. Da der junge Pilot sehr aufgeregt ist, wird er von Velorek sogar gebeten sich zu beruhigen und langsamer zu sprechen, damit er ihn verstehen kann.

Übel: Die Verbindung muss schnell gehen, daher wird Pilot mit dauerhaften Schmerzen mit der Moya verbunden. Uns wird mit Schrecken klar, wie furchtbar Pilots Existenz vorher war, dass er wirklich immer Schmerzen hatte. Wir sind beeindruckt, was man mit der Puppe ausdrücken kann. Die Erleichterung, nachdem ihm die Schmerzen genommen sind, nehmen wir Pilot zu 100% ab.

Pilot endlich ohne Schmerzen

Die Folge war nicht billig

Specialeffects und Darstellung sowie massive Puppetaktivitäten (Einsetzen des Piloten, irgendwie erinnert es etwas an die Alien Queen *g*) haben mit Sicherheit ordentlich Kohle verschlungen. Wir denken, es hat sich gelohnt. Die Folge hat spektakuläre Szenen zu bieten, auch wenn wir nicht ganz sicher sind, was jetzt Original und was CGI ist, aber das ist ja ein gutes Zeichen.

 


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Kunst und Krempel von Moldis Dimensionsdachboden

Das Fenster in die Zeit

Ein altbekannter Gegner gibt sich die Ehre, den wir eigentlich gedanklich längst abgehakt hatten: Moldis, seines Zeichens Weltraumzauberer und eigentlich von Zhaan in der Vergangenheit aufgelöst, scheint noch nicht ganz tot zu sein, im Gegenteil, er sammelt Kraft für die Rückkehr und natürlich die lange aufgebaute Rache an der Moya Crew. Kraft für die Besprechung dieser Folge haben Juliane, Gregor und Tim auch gesammelt, war auch nötig und die paar Cracker vom letzten mal haben nicht lange vorgehalten. 😉 Gregor hat übrigens seinen Aushilfsjob ausgegeben und ist jetzt fest angestelltes Frell-Mitglied.

Was hat der alte Zausel diesmal vor?

Da er ja selber noch nicht physikalisch in der realen Welt ist, versucht er durch Kunst und Kultur Verwirrung zu stiften. Klingt strange? Ist es auch. Diese Folge spielt mit Dimensionen, Gefühlen, Phantasiewelten und vor allem inszeniert sie Moldis endgültig als völlig irre. Im Ernst, wir greifen dem Fazit nicht vorweg, wenn wir sagen, die Schreiberlinge dieser Episode müssen auf LSD gewesen sein.

Unser bisheriges Lieblings-CGI. die Raumstation

Dabei fängt alles harmlos an, Chiana und Rygel erkunden eine Handelsraumstation („Flohmarkt“) im freien Raum. Aeryn begleitet sie quasi als Kindermädchen und das ist auch mehr als nötig, denn Rygel entdeckt schnell eine Möglichkeit die arme Händlerin über den Tisch zu ziehen, und dabei ist die so nett und will Chiana unbedingt noch ein Gemälde schenken.

Was denkt das Team?

Juliane erkennt direkt, dass die Verkäuferin mit Sicherheit nicht von einer Frau gespielt wird. Spektakulär: Darsteller ist Chris Haywood, der auch Moldis spielt.

Umsonst ist ein guter Preis für das Bild, das Chiana von der Raumstation mitbringt. Auf der Moya bastelt John mal wieder am schrottigen Tarnschirm herum. Wir brauchen alle Hobbies und John genießt die gelegentlichen Stromschläge scheinbar. Ob da Pilot an der Sicherung geschraubt hat? Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Zhaan hat große Angst

Das Bild, das Chiana geschenkt bekommt, zeigt scheinbar die Zukunft an. Als erstes bricht sich Chiana das Bein, übrigens in einer ansonsten witzigen Szene zwischen ihr und einem DRD, der ihre Halskette gefunden und verschleppt hat.

Wir fragen uns nebenbei, warum wundert sich die gesamte Crew, dass das Bild sich ständig verändert? Digitale Bilderrahmen haben wir doch sogar heute schon! 😉

Zhaan zumindest ist sehr beunruhigt und hat sehr früh sehr viel Angst, passt so überhaupt nicht zu der Zhaan die wir kennen. Aber es KÖNNTE Taktik sein, wir wissen es ja nicht. Auf jeden Fall kommt mal wieder ihr Gedankenband zu John zum Einsatz, schön dass das wieder aufgegriffen wird und auch die Beziehung zwischen ihr und Chrichton noch mal verstärkt wird.

D’Argo, Chiana – Flirt und Tod

Chiana verbrennt, D’Argo schreit ein bisschen

Das Anbandeln zwischen den beiden geht los. Chiana schiebt den flirtenden D’Argo zwar am Ende der Szene recht unsanft weg, aber man merkt, es fängt an zu knistern.

Der Tod eilt dann auf schnellen Füßen herbei. Chiana verbrennt bei lebendigem Leib in einer Kühlkammer der Moya (WTF, wozu gibt es dort Kühlkammern?), D’Argo ist der einzige der wenigstens ein bisschen schockiert reagiert. Mal losgelöst von Rygel, der später Zhaan Vorwürfe macht, dass niemand Chiana helfen konnte.

Sinnvollerweise versucht man ja alles um das Bild loszuwerden oder zu vernichten. So einfach ist das allerdings nicht, da es sich spektakulär wieder zusammen setzt und auch nach dem Aussetzen im Weltraum *schwupps* wieder unversehrt auf der Moya auftaucht.

Dann wird D’Argo aufgespiesst und explodiert. Danach erfahren wir wenigstens was genau passiert, denn wir sehen wie er im Bild auftaucht und dort auch auf die vorher aufgelöste Chiana trifft. Aber alles ist verzerrt und surreal. Und die beiden kommen auch nicht zueinander, da sie sich in unterschiedlichen Dimensionsebenen befinden.

Zhaan tötet übrigens John nach ihrer vertrauensvollen Gedankenverschmelzung indem sie ihm einen fetten Stromschlag verpasst.

Moldis schreitet über Zhaan. Sehr symbolisch..

Space-Vampir oder Goth oder Magier

So richtig verstehen wir auch diesmal nicht, wer oder was Moldis wirklich ist. Er ernährt sich von  Angst und Energie und ist damit irgendwie ein Vampir. Er steht auf Gothic Kluft und zaubern kann er auch. Seltsame Figur. Aber irgenwie schon der Q von Farscape nur bedeutend weniger humorvoll und ein echter fieser Gegner. Nicht so gruselig wie Scorpius, da er immer nicht ganz real wirkt, aber durch das Grundkonzept seiner Figur ist er nahzu omnipotent. Auch nach der heutigen Folge ist nicht ganz klar wie er beim nächsten Mal wohl zurückkehrt. Aber dass er zurückkehrt prophezeiht auch Zhaan am Ende. Neben ihrem Geständnis, dass sie noch nie so viel Angst hatte. OK. Das war over the top und wir haben es ihr nicht abgenommen.

Irrer Space-Vampir und getarnte Händlerin. Moldis.

Auflösung

Das Trödelmarktraumschiff war nie real und explodiert am Ende. Moldis wird mit der geballten Schusskraft der DRD’s und Aeryns Abfangjägerkanone wieder in seine Gefängnisdimension zurück geschickt und alle können nach Zhaans erfolgreicher Taktik Moldis in Sicherheit zu wiegen erfolgreich aus dem Bild flüchten. Also keiner tot und Zhaan kann sich jetzt von der erlittenen Angstattacke erholen.

Das war Dein Plan? – Ja, und gut? – Ja, warum sollte der nicht gut sein. 😉 (John zu Zhaan am Ende)

Unsere Bewertung (in Harveys)

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Cookies oder Crackers?

Der berühmte Gebäckhaufen *unbewacht*

Im Licht der 5 Pulsare

Eine der klassischsten Farscape Folgen besprechen heute Alex, Raphael und Tim.

Ein Experiment der Farscapemacher ist die heutige Episode. Wie weit können wir gehen, was machen die Fans noch mit?

Die Antwort: Einiges machen die Fans mit. Die Cookies wurden gar zu einem Synonym für Farscape und als die Serie abgesetzt werden sollte, wurden zahlreiche Pakete mit Keksen nach Australien zu den Produzenten gesendet um die Serie zu erhalten.

Ja, T’raltixx, kann auch die Wand hochkrabbeln *wow*

Mehr Licht

Das Alien der Woche ist diesmal T’raltixx, der die Mannschaft der Moya komplett für seinen perfiden Plan einspannt einen gigantischen Lichtorgasmus zu erleben. Zugegeben, Zhaan profitiert aufgrund ihrer pflanzlichen Natur etwas davon, aber letztendlich ist das nicht wirklich T’raltixx’s Bestreben. Er möchte aus der Moya ein riesiges Lichtprisma machen und am besten sein ganzes Volk noch einsammeln und weitere Leviathane zu Lichtspendern umwandeln.

Worum geht’s eigentlich?

Das erreicht er natürlich nicht, stattdessen sorgt er für reichlich Wirbel in dem seine Anwesenheit bei der Moya Crew für reichliche Enthemmung sorgt. Nicht nur werden die kürzlich eingehandelten Crackers mit einer überzogenen Bedeutung aufgeladen, auch unser alter Kumpel Scorpius gibt sich in Form einer Hologramm-Suchbarke als Harvey sein erstes offizielles Stelldichein als Chrichtons alter Ego. Als dieser scheucht er ihn ziemlich herum und fördert nicht unbedingt das Beste in unserem Helden. Zum Glück behält er doch irgendwie die Oberhand und auch eine etwas schwierige Szene mit Chiana rutscht nicht ins Unsägliche ab.

Harvey, noch nicht so ganz sattelfest mit irdischen Gebräuchen

Was denkt das Team?

Die Folge ist ein Klassiker. Sie steht im besten Sinne für das was Farscape ist. Abgedrehter Irrsinn im Weltraum aber gut gemacht und gut gespielt. Die Drehbuchschreiber übertreiben es an der ein oder anderen Stelle (Ja, die angedeutete Beinahevergewaltigung von Chiana geht gar nicht), aber in Verbindung mit genialer Sounduntermalung und kauzigen Charaktereinlagen (z. B. von Pilot, der mal eben klarstellt, dass John trotz seiner wunderschönen blauen Augen eigentlich nur ein unterlegenes Wesen mit vergleichsweise schlechter Sehkraft ist) konnten wir am Ende doch fast Höchstpunktzahl vergeben.

Am Ende bleibt, die Folge hat einen absolut unpassenden Namen. Schäm Dich, Deutscher Synchronverantwortlicher. 😉

Aus dem Cast verlinkt

Kiwis haben männliche und weibliche Blüten

Unsere Bewertung (in Harveys)

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Substanzmissbrauch oder In den Abgrund springen und leben

Molnon (Anthony Hayes), Anführer der Jugendbande

Der Stein der Todgeweihten

Der Deutsche Titel klingt zugegeben sehr dramatisch. Es geht in der heutigen Folge primär um Jugendliche, die auf einem fürstlichen Begräbnisplaneten eine Gesellschaft entwickelt haben, in der man nicht alt werden sollte.

Juliane, Alex und Tim sprechen über die zweite Folge in Staffel 2, über die A-Handlung: Chiana auf der Suche nach etwas wofür es sich zu leben lohnt und die B-Handlung: Rygel der ein Grab plündert und mit einem Totenfluch zu kämpfen hat.

Eine Chiana Folge

Chiana schmerzgezeichnet

Chiana erfährt durch das Verstummen ihrer implantierten Lebensdisc, dass ihr Bruder Neiri wohl irgendwo in der Ferne gestorben ist. Ihre Trauer möchte sie mit John reflektieren, der hat aber keine Zeit, weil er an Moyas Steuerkonsole herumpfuschen möchte. Die arme Chiana, ständig sind alle so fies zu ihr.

Also hat sie sich eigentlich verdient auch mal Aeryns Abfangjäger zu moppsen und damit von der Moya zu flüchten.

Tiefgründige Handlung

Übel wie Chiana sich zu Beginn selbst den Bauch aufschneiden muss um die Lebensscheibe zu entfernen. Besser wird es später auch nicht für sie, wird sie doch nach ihrer Ankunft auf dem Planeten direkt von der ansässigen Jugendbande geschnappt und in die selbstmörderische Gesellschaft integriert.

Dieses Schallnetz, das die Springer auffängt könnte wie Juliane vermutet eine Sicherheitsmaßnahme für die Bauarbeiter beim Anlegen der königlichen Katakomben gewesen sein. Wo soll es sonst herkommen? Gute Frage..

Auf jeden Fall springen die Kids in den Abgrund, wenn sie 22 Zyklen alt werden, weil ihnen sonst eine fiese Strahlenversuchung droht. Aus dieser Selbstmordaktion haben sich die gesellschaftlichen Grundzüge entwickelt. Leider sehr passiv aggressiv und das Individuum nicht besonders wertschätzend.

Transparenz kann in der Schwangerschaft nicht schaden.

Ausstattung & Kulisse

Erneut bekommen wir neue Kostüme zu sehen. Aeryn und John sehen aus wie unmittelbar aus der Matrix extrahiert, mit ihren langen schwarzen Ledermänteln. Aber insgesamt sehr schick!

Der Begräbnisplanet ist wieder schön inszeniert. Im Gegensatz zur einfachen Kulisse in der letzten Folge.

Lustig die mit Augenzwinkern erwähnten Tunnelsysteme. Aeryn zu John: „Sehen Tunnel nicht überall gleich aus“? Damit ist schon klar, wenn bei Farscape Tunnel zu sehen sind, sind die NATÜRLICH unterschiedlich, sehen nur gleich aus! 😉

Rygel und sein verfluchter Schatz

Der Sinn dahinter

Alles in Allem ist Chianas Versuch, etwas zu finden wofür es sich zu leben lohnt, doch sehr nachvollziehbar. Parallelen zur heutigen Hochhausspringerszene sind hier deutlich zu sehen. Nicht nachvollziebar ist, wie schnell die Handlung in der Folge von totaler Enttäuschung, Bevormundung, Wut und Enttäuschung zu vollkommenem Vertrauen und Zuneigung wechselt. Auf jeden Fall haben wir ein Happy End und eine schöne Chrichton/Chiana-Szene in verdrehter Pose.

Am Ende bietet die Episode aber irgendwie doch keine Moral. Wahrscheinlich wussten die Autoren selber nicht, worauf sie hingearbeitet haben. Wir freuen uns auf bessere Folgen und bewerten einfach bis dahin entsprechend. 😉

Zitate

>> Eines Tages blinken Hustenbonbons. Je mehr desto wirksamer (Tim)
>> Erstaunlich, dass Rygel mit den kurzen Stummelärmchen einen Transporter fliegen kann (Tim)
>> Die Pilzesser laufen komisch. Jugendliche Swagger aber in Zeitlupe (Juliane)
>> Filmküsse macht man doch heutzutage gar nicht mehr (Juliane)
>> Ich möchte mehr B-Handlung mit Pilot haben (Juliane)
Die berühmte Pose

Aus dem Cast verlinkt

https://de.wikipedia.org/wiki/Buildering

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Sei mein Love General

Lust und Schmerz liegen für D’Argo dieses mal nahe zusammen

Das Ritual der Erneuerung

Ka D’Argo hat das zweifelhafte Glück auf eine sterbende Orican-Priesterin zu treffen. Da sich diese verjüngen kann (mit von der Moya geklauter Energie), kann er die Gelegenheit nutzen und endlich mal wieder Beischlaf mit der eigenen Art praktizieren. *cringe*

Schön für D’Argo, Fremdschämmomente für John und auch für uns, die wir uns im Trio aus Alex, Gregor und Tim zusammengefunden haben um uns über luxanische Volksrituale zu informieren. Und dann das..

Die alte Hexe Nilaam bevor sie sich verjüngt

Es beginnt noch harmlos mit einem fiesen Mattepainting, enttäuschend für Farscapeverhältnisse, haben wir doch erst im letzten Podcast die schicken Paintings gelobt. Es ist diesmal kein schöner Planet und das obwohl das Bild des Außenpostens als Vorlage die Sagrada de Famiglia in Barcelona zum Vorbild hatte. Leider nicht mal annähernd so schön gelungen wie das Original.

Zhaan, John und D’Argo treffen in glänzenden neuen Kostümen auf dem Planeten ein. Gregor erinnert Johns tolles Lederoutfit an die Zenobiten aus Hellraiser.

Auf dem Planeten

Nilaam in jung, äußerst sexhungrig..

Die Priesterin und ihr Diener leben anscheinend völlig allein in einem riesigen Palast auf einem einsamen Planeten. Was treiben sie da nur so allein? Warum ist das alles so herrschaftlich? Das passt alles nicht so ganz.

Nilaam ist zunächst recht ungehalten, als das Team bei ihr eintrifft. Warum die drei da sind, ist uns auch nicht ganz klar. Neugier?! Als sie D’Argo erkennt, wirft sie ihn zunächst raus, vielleicht weil sie neidisch auf seinen schönen Bart ist? Aus der Trivia wissen wir, dass die weiblichen Luxaner produktionsseitig zunächst auch als Bartträger geplant waren. Nein, D’Argo hat mit den Tattoos auf seinen Tentakels ausgegeben, dass er den Rang eines Generals trägt. Das stimmt aber nicht, er ist auch viel zu jung dafür.

Die guten Gründe die er dafür hatte, kann er später noch darlegen, und dann gehts auch bald los damit die Orican in den Tod zu begleiten. Interessante Frage, die John später aufwirft: Was ist an den Orican eigentlich so f**** besonders, dass sie nicht alleine in den Tod gehen können, wie jeder andere auch? Berechtigte Frage..

Waschtag, Chiana im Amnexustrog

Amnexus? „Wann bin ich eigentlich zu Deiner Sklavin geworden?“

Sehr witzige Szenen als wir zum ersten mal Chiana in der Waschschüssel erleben. Sie wäscht für Leute die sie nett findet, als Aeryn ihr dreckiges Zeug dazu schmeisst mit der Aufforderung: „Wasch das auch“, weigert sie sich mit dem Hinweis, wann wäre sie eigentlich ihre Sklavin geworden. Sehr schlagkräftig und witzig. Das Verhalten von Aeryn natürlich grottig.

Als D’Argo auf dem Planeten Schmerzen erleidet, horcht Chiana auf der Moya auf, als hätte sie es gehört. Was soll das? Wie funktioniert das? Ist Chiana schon irgendwie mit D’Argo verbandelt? Seltsam..

Der Dominar zum Korken degradiert

Rygel stopft das Loch

Jetzt wissen wir auch: Rygels Hintern passt perfekt in Hüllenbrüche, zumindest in den Bruch, der auftritt aufgrund der Folgen von Nilaams Energieabzug. Comedy Relief Momente..

Im Zuge der Analyse erfahren wir einige interessante zeitliche Hintergrunddetails über Leviathane und ihre Piloten. Leviathane leben ca. 300 Zyklen, Piloten leben in natürlicher Umgebung ca. 1000 Zyklen. Sprich sie opfern für ihre mobile Existenz als symbiotische Lebensform auf einem Leviathan knapp 700 Zyklen ihrer Lebenszeit. Das ist schon harter Tobak oder Rock’n’Roll Lifestyle. 😉

Zum Glück ist Moya nach Angaben von Pilot noch jung. Also bleibt noch viel Zeit, bis sie wirklich erste Alterserscheinungen zeigen wird.

Chiana ist gefangen

Einblicke und Erkenntnisse

Interessant finden wir, dass das Aussehen von D’Argo in die Handlung eingebaut wurde, hier die Tätowierungen auf seinen Tentakeln als Rangabzeichen. Schöne Idee.

John ist von Beginn an permanent sehr genervt und gegen die Orican voreingenommen. Er hatte ja im Grunde recht, aber es war deutlich zu übertrieben dargestellt.

Warum ist die Orican nicht früher mal zurück zu ihren Leuten gereist wenn sie „Luxan Prime“ doch so vermisst? Jetzt ist sie zu alt, aber sie wüsste wo sie hinmuss. Leider stirbt sie endgültig, bevor sie D’Argo die Adresse geben kann. Pech..

Farscape zeigt nach der Story rund um Mordis erneut „Magie“. Das verschiebt diese Science Fiction Serie leicht in den Fantasybereich. Mutig aber es funktioniert.

Anthony Simcoe wurde extra für die Kamera so drappiert, dass der Makeup Ansatz am Hals nicht sichtbar ist. Diese Information schreit für uns geradezu nach einem neuen Podcast: D’Argo sein Hals? 😉

Diese ganze Sexsache und die tiefe Verbindung zwischen D’Argo und Nilaam können wir nicht nachvollziehen. Die ganze Sache ist super gespielt, aber erreicht den Zuschauer nicht richtig. Gottseidank gibt es die Chianaszenen die humorig vieles wieder rausreissen.

Eine Lösung für dieses Dilemma wäre gewesen, dass man die Nilaamhandlung über mehrere Episoden aufgebaut hätte. Das hätte dem ganzen mehr Tiefe gegeben und bestimmt besser funktioniert.

Nilaam ist tot, D’Argo am Boden zerstört. Aber das Leben geht weiter

Zitate

>> Ich hab Rygel in meinen Notizen als "Der Kleine Londo" (Gregor)
>> Der schwebende Säbel im Raum war für mich irgendwie zu viel (Alex)
>> Ihr Outfit ist ein bisschen Star Wars (Gregor)
>> Geiler schmutziger angezogener Sex (Alex)

Unsere Bewertung (in Harveys)

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Gregor
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Aus dem Cast verlinkt

SF-RADIO.NET ist tot


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