Wenn Zhaan blüht wirds ernst

Erst noch harmlos die Sprossen, das wird noch  schlimmer!

Budong – Kreatur des Grauens

Auf der Moya hungert man, mal wieder.. Dabei war doch kürzlich noch der Laderaum voller Cookies. Da hat sich wohl ein altbekannter Hynerianer den Bauch voll geschlagen. In dieser Ausgabe sprechen Juliane, Alex und Tim über Unlogik und schlechte Produktionsqualität. Ein bewohnter Weltraummonsterleichnam, das schreit ja schon nach wissenschaftlicher Auseinandernahme. Das wurde aber heute stark überdeckt mit Stoffkulissen, die Röhrenartige Gänge eines Bergwerks darstellen sollten. Davon waren wir doch etwas enttäuscht. Zum Glück gabs die Zweithandlung rund um die verhungernde Zhaan, die die Moya als Reaktion auf ihren letzten Lebenszyklus in ein allergenes Pollenmeer verwandelt.

Keedva – Monster of the week

Der Budong

Von außen sieht er ja gut aus, zugegeben. Aber man fragt sich unwillkürlich, wie das Leben eines solchen Megamonsters allein im Weltraum wohl sein mag. Und wie entstehen die wertvollen Kristalladern, die nach deren Tod von Schatzsuchern ausgegraben werden? Und die säuregefüllten Eiterblasen, praktisch um den Kristallabbau noch gefährlicher zu machen, aber auch wieder so ein Fakt den man sich in einem lebenden Wesen nur schwer vorstellen kann

Auf jeden Fall wirkten die Szenen die auf dem Budong spielen wirklich wie eine zum Abschlussball ausstaffierte Turnhalle. Viel Stoff, Tüll, Flimmer. Also da wurde mal ordentlich gespart beim Kulissenbau. Wir verstehen gar nicht so richtig warum, es gab bei Farscape wirklich schon ganz andere Kulissen die überzeugend gewirkt haben, nicht nur auf der Moya sondern auch auf dem Planetoiden/Planeten der Woche. Der Budong wurde übrigens als Kostüm von einem Schauspieler ausgefüllt. Armer Kerl, die Bewegung des Tiers hat mit Sicherheit ordentlich Rückenschmerzen verursacht.

Zhaan nicht nur sprossend sondern auch paranoid. Schwierig für alle Beteiligten..

Zhaan

Ihr erster Auftritt in der heutigen Folge ist mysteriös. Zhaan trägt eine Kapuze und man sieht erst im zweiten oder dritten Take, dass sie „sprosst“. Unzählige Wucherungen in ihrem Gesicht verursacht bei uns ein fieses Kribbeln beim Ansehen. Insbesondere nachdem Chiana kurz zuvor über die Eiterbeulen des Budong gesprochen hat. Hintergrund ihres seltsamen Sporenzyklusses ist wohl der Verlust von tierischem Protein. Ist Zhaan als pflanzliche Lebensform demnach ein Ableger der Spezies Fleischfressende Pflanze? 😉

Um Zhaan mit Fleisch zu versorgen opfern sich Chiana, John, D’Argo und Rygel auf dem Budong auf. Warum man in dem Vieh eine Atmosphäre und Schwerkraft hat, fragen wir uns als erstes. Das wäre viel spannender zu erfahren, als dass es dort wohl erbärmlich stinkt.

B’Socc, der Mann mit der erogenen Kopfspalte

Aber Aeryn zeigt sich von ihrer guten Seite. Sie versucht Zhaan zu helfen, braut Salben und baut eine Lichtinstallation auf, da sie ja weiss, dass Zhaan zuvor immer gut auf Licht reagiert hat. Leider geht der Schuss nach hinten los. Zhaan fühlt sich angegriffen und wirft Aeryn vor, sie würde sie töten wollen. Inzwischen würde sie auch nicht mehr nur einfach Nahrung brauchen, sondern auf jeden Fall Fleisch.

Grenzwertiges

Chianas alter Kumpel Temmon stirbt direkt zu Anfang. So richtig betroffen ist davon niemand. Würde ja auch die Handlung aufhalten. Aber der Bruder hätte ruhig mal ein wenig die Fassung verlieren können. Stattdessen wittert er nur seine Chance, Chiana gegen Fleisch zu kaufen und für immer als willige Sklavin zu halten. OK, das ist heftig. Anscheinend ist es für B’Socc kein Problem Chiana in die Prostitution zu stecken. Für ein Stück Schinken..

Das Schlachtfest. Lecker..

Der Darsteller von B’Socc spricht im Original in einem schwierigen Dialekt. Hier hat es sich die Deutsche Synchronisation leicht gemacht. In der Deutschen Version spricht niemand mit Akzent. Schade, dabei geht ein bisschen der Bezug zur einfachen Herkunft mancher Charaktere verloren.

Was denkt das Team

Drei Haken an die Folge, Alex hat sich sehr gefreut endlich seine seit Wochen fertigen Episodennotizen verwursten zu können. 😉 Aber insgesamt war es eine klassische Füllerfolge und bis auf die Vorbereitung einer Liebesbeziehung zwischen Chiana und Ka’Dargo bzw. die verbesserte Beziehung zwischen Aeryn und Zhaan war die Folge eher enttäuschend.

Wir vergeben daher nicht besonders viele unserer Harveys und freuen uns stattdessen auf die nächste Folge. Da ist Luft nach oben entstanden.

 


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Alex
2/5
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Juliane
2,5/5
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Tim
3/5

Schmerz und Scham

Um ihn geht es in dieser Folge: Pilot

Wie wir niemals waren

Chaos in der Kommandokapsel, Alex und Gregor haben sturmfrei und dürfen erstmals eine Farscape Folge ganz alleine besprechen. 😉 Das verspricht viel Spaß und den hatten die beiden auch. Dabei ist aber speziell diese Folge eher von der ernsteren Natur, beleuchtet sie doch Pilots und Aeryns Vergangenheit in einem ganz anderen Licht.

Pilot

.. war nicht der erste Pilot der Moya. Er wurde nachdem der ursprüngliche weibliche Pilot von den Peacekeepern ermordet wurde als sehr junger, formbarer Ersatz eingesetzt. Aeryn war als Fußsoldatin im Hintergrund dabei, und Pilot hat es jetzt rausgefunden. Das führt natürlich zu übler Stimmung zwischen den beiden und Pilot geht Aeryn buchstäblich an den Hals. Wir finden, eine sehr krasse Szene.

Die Originalpilotin wird erschossen

Die Peacekeeper

Crays: Anscheinend schon immer ein missgelaunter Charakter. Denn er taucht im Rückblick bei der Ermordung des weiblichen Piloten auf. Velorek hingegen ist eher ein sanfterer Charakter, kein typischer Peacekeeper. Allerdings ist er maßgeblich verantwortlich für den Missbrauch der Piloten. So toll ist er also nicht.

Die Rückblicke mittels Überwachungsvideos sind interessant gefärbt. Im Gegensatz zum eher warm-organischen Orange der Gegenwart ist der Rückblick in die Vergangenheit kalt grau eingefärbt. Dieses Video bekommt die Crew zu sehen, zum Glück hat man Pilot ausgeklammert, wie der wohl darauf reagieren würde. DENKSTE, Rygel sorgt dafür, dass Pilot erfährt was los ist, natürlich total uneigennützig..

Schlechtes Gewissen hat einen Ausdruck: Aeryn

Aeryn leidet mit Recht an ihrer Erinnerung zur gemeinsamen Vergangenheit mit Pilot. Wahrscheinlich noch mehr durch ihre gemeinsame Erfahrung der DNA-Verschmelzung. Eine interessante Wendung in deren Beziehung. Die Sexy-Time mit Velorek ist zwar klassische B-Handlung, aber irgendwie musste man Aeryn ja ein noch schlechteres Gewissen machen.

Die Crew

Chiana gefällt uns durch ihre Abgeklärtheit in dieser Episode gut. Sie ist bei aller Scheinheiligkeit der übrigen Crew die einzige die sich nichts vormacht: „Was dachtet ihr denn, wie Piloten mit Leviathanen verbunden werden?“.

Ein lustiger Punkt in der Folge, Stein-Schere-Papier zwischen John und D’Argo. Dabei weiss er doch, dass er immer verliert!

Pilot wird in die Moya „gepflanzt“

Die Piloten

Sehr interessant auch, dass wir erfahren, was die Rasse der Piloten eigentlich ausmacht. Z. B. die Sprache, die so komplex ist, dass sie viel mehr mit wenigen Silben ausdrücken als normale Lebewesen. Da der junge Pilot sehr aufgeregt ist, wird er von Velorek sogar gebeten sich zu beruhigen und langsamer zu sprechen, damit er ihn verstehen kann.

Übel: Die Verbindung muss schnell gehen, daher wird Pilot mit dauerhaften Schmerzen mit der Moya verbunden. Uns wird mit Schrecken klar, wie furchtbar Pilots Existenz vorher war, dass er wirklich immer Schmerzen hatte. Wir sind beeindruckt, was man mit der Puppe ausdrücken kann. Die Erleichterung, nachdem ihm die Schmerzen genommen sind, nehmen wir Pilot zu 100% ab.

Pilot endlich ohne Schmerzen

Die Folge war nicht billig

Specialeffects und Darstellung sowie massive Puppetaktivitäten (Einsetzen des Piloten, irgendwie erinnert es etwas an die Alien Queen *g*) haben mit Sicherheit ordentlich Kohle verschlungen. Wir denken, es hat sich gelohnt. Die Folge hat spektakuläre Szenen zu bieten, auch wenn wir nicht ganz sicher sind, was jetzt Original und was CGI ist, aber das ist ja ein gutes Zeichen.

 


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Alex
4/5
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Gregor
4,5/5

Blau blau blau – Der Wahnsinn der Delvianerfrau

Die dunklen Impulse

John ist übrigens verheiratet.. Dürfen wir vorstellen? Alex!

„Du bist das Süßeste, was ich seit gestern abend geküsst habe.“ So kitschig klebrig beginnt diese Folge, die weithin als die schlechteste überhaupt bei Farscape gilt.

So richtig haben das Juliane und Raphael anscheinend vorher nicht realisiert, waren sie doch sofort bereit mit Tim über diese besondere Folge voller blauer Leute zu sprechen. Groooßer Fehler! 😉

Zugegeben, das war die erste Folge die ein wenig alkoholische Begleitung bei der Besprechung brauchte, die Handlung ist dermaßen verschwurbelt umfangreich dass es anders nicht zu ertragen gewesen wäre.

Gib mir Deine dunklen Impulse. Ich bin doch Deine Freundin!

Der Notruf eines gestrandeten delvianischen Tempelschiffes verführt Moya zu einer unangekündigten Stellarbeschleunigung, mit der Folge dass alle aus ihren Betten heraus fallen und man sich im jeweils individuellen Schlafgewand auf der Kommandoebene trifft.

Und das sind dann auch eher die lustigen Momente dieser Folge: Aeryn Sun, die eine Boxershorts von John trägt, und sich damit herausredet, dass sie ja gar nicht John gehört, da „Calvin“ drin steht. Rygel XVI mit seinem niedlichen kleinen Samtmorgenmäntelchen und Ka D’Argo  im schwarzen Jogginganzug.

Nachwuchspriester Tuzak und Lorana

Anscheinend haben alle vom letzten mal geträumt, als sie mit einem Partner Beischlaf hatten. Und damit geht’s auch schon los mit der Schwurbelei.

Eigentlich gute Ideen, zum Beispiel die spezielle Nahrungsquelle im Tempelschiff, die ein aquatisches Lebewesen, halb Pflanze, halb Fisch produziert, versetzt Sushifan Raphael nicht zu Begeisterungsstürmen.

Auch die sich zum Verwechseln ähnlichen Delvianer bringen nicht mehr Zufriedenheit, geschweige denn Transparenz in die Handlung.

Verschmilz mit mir und sieh dich so wie ich dich sehe!

Soviel haben wir verstanden: Delvianer können auch Haare haben, allerdings sehen die dann aus wie frisch aus dem Toupetautomaten, sie haben es auf Pa’u Zotoh Zhaans Impulskontrolle abgesehen, die sie sich ungefragt nehmen und sie züchten trockene Wurzelstränge die irgendwie heilig sind.

Am Ende wird alles gut. John kann Zhaan vor dem Wahnsinn retten und sie steigt dadurch sogar um eine Stufe auf und ist fürderhin eine P’au der 10. Ebene. Was auch immer das bedeutet, wir erfahren es vielleicht in zukünftigen Folgen! 😉

Was war jetzt das Problem?

Zwei Personen. Eine Seele.

Kurz gesagt: Zu viele Handlungsstränge, zu ähnliche Charaktere, zu viele esoterische Gespräche, zu hohes Erzähltempo und im Hintergrund anstrengende schwülstige Musik.

Wir nehmen allerdings einiges an neuen Informationen mit. Zhaans Verbrechen gegen die Peacekeeper war, dass sie einen Kolaborateur ihrer eigenen Gattung im Liebesakt getötet hat. John Crichton verfügt über mysteriöse heilsame Gedanken und Rygels größte Angst ist, es noch kleiner zu sein, als er es schon ist.

 

Unsere Bewertung (in Harveys)

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Tim
2,5/5
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Raphael
1/5
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Juliane
1/5

 

 

 

 

 


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Tim
2,5/5
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Raphael
1/5
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Juliane
1/5