Trau, schau, wem..

D’Argo misstrauisch

10105 Gefährliche Besucher an Bord

Raphael, Sven und Tim wollten die aktuelle Episode gemeinsam besprechen. Leider hatte die Rheinbahn in Düsseldorf etwas dagegen und unterstützte Raphaels Reisetätigkeiten nicht in erforderlichem Umfang. Also fand diese Besprechung nur zwischen Sven und Tim statt. Beide waren so vertieft in die Thematik, dass ihnen gar nicht auffiel, dass sie bis zum Schluss zu zweit waren. 😉

Wir bleiben auf der Moya

In dieser Folge geht es mal nicht auf fremde Planeten, Raumschiffe oder ins All. Wir bleiben gemütlich an Bord der Moya und verfolgen interessiert das Täuschungsmanöver unserer Aliens of the week. Matala und Verell werden aus den Trümmern ihres annihilierten Raumschiffes von der Moyabesatzung aufgelesen. An Bord ihres kleinen Shuttles haben sie nur bedauerlicherweise etwas sehr gefährliches mitgebracht. Dem ist

Grüne Explosionen. Davon hat die Folge einige…

zunächst von der Moya-Crew nur schwer auf die Schliche zu kommen, da die beiden Fremden entfernte Verwandte der Luxanischen Rasse sind und sie Ka D’Argo mit dieser Tatsache bequem um den Finger wickeln.

Was uns gut gefällt

Die CGI ist durchweg, insbesondere im Weltraum sehr gut. Das grünexplodierende fremde Raumschiff sieht aus dem Cockpit der Moya sehr schön aus. Das einfliegende Shuttle in den Hangar dann aus der Nähe zwar nicht so, aber dafür ist das enge Cockpit, die dortige Kameraeinstellung und die wechselnde Farbe je nach handelndem Charakter gut gestaltet.

Die Arbeit des Regisseurs Rowan Woods gefällt uns durchweg sehr gut. Nach seinem Debut in dieser Folge, wird er noch in 18

Der Kampfarenateppich

weitere Episoden von Farscape Regie führen und in einer der ikonischsten Folgen auch eine sehr spezielle Schauspielerrolle übernehmen. Auf diese Folge freut sich unser lieber Raphael schon sehr. Aber zurück in der aktuellen Folge, fallen uns dutzende kleine Gimmicks auf, mit denen der Regisseur dem Zuschauer Hinweise gibt und Stimmungen schafft. Ob es nun verzerrte Spiegelbilder sind, nicht blinzelnde Charaktere oder die Einführung eines Musikinstruments, das für die kommende Serie noch Bewandnis haben wird. Er macht seine Arbeit wirklich sehr gut, im Gegensatz zum Drehbuchautor. 😉

Aeryn landet in der Kampfszene mit Mattala betäubt genau in dem roten Dreieck des Arenateppichs. Was will uns der Künstler damit sagen? Wir wissen es nicht. Habt ihr eine Idee? 😉 Es sieht auf jeden Fall cool aus.

Und: Wir sehen zum ersten und einzigen Mal den Kühlschrank in Moyas Crewquartier! 🙂

Was wir zumindest schade finden

Pilot kommt in dieser Episode, und nach Empfinden unseres Erstsehers Sven, auch in den bisherigen Folgen, noch zu kurz. Da es sich um einen interessanten Charakter handelt,

Matala enttarnt

ist das schade. Auch heute sehen wir ihn nur kurz im Bildschirm.

Die ominöse Außenterasse wird nur indirekt erwähnt aber nicht gezeigt. John will vermeintlich dort “Luft schnappen” gehen. Was bei Aeryn für Verwunderung sorgt, denn Luft sei ja überall in der Moya ausreichend vorhanden.

 

Unsere Bewertung

(in Harveys)

Sven

 

 

Tim

 

 

4 von 5

 

 

2 von 5


avatar Tim
avatar Sven

Den Dentic niemals schlucken!

Aeryn geht es heute nicht so gut gut

10103 – Das Leben soll nicht enden

Wundersamerweise stößt die Moya im tiefen All unvermittelt auf einen Schwarm von Käfern. Leider bleibt der Besatzung keine Zeit dieses Naturschauspiel angemessen zu bewundern, denn die Käfer (die ‘Drak’) fallen über Moya her und errichten in deren Frachtraum eine Brutstätte in der die Monarchin des Schwarms unter starker Anhebung der Schiffstemperatur beginnt, ihren Nachwuchs zu gebähren. Dieser Nachwuchs schlüpft eifrig aus seinen Eiern, während Aeryn mit dem Wahnsinn ringt. Denn Sebazianer reagieren sehr ungut auf Hitze, was auch die Peacekeeper-Marauder-Einheit am eigenen Leib erfährt, als diese zum ungünstigsten Zeitpunkt Moya durch die weit geöffneten Hangartore entert.

Fiese Käfer suchen Moya heim

Maßeinheiten und andere Irrungen

Heute lernen wir, dass die Geschwindigkeit Hetch-7 der Geschwindigkeit eines rollenden Einkaufwagens entspricht. Schön, dass Crychton das für uns ins Verhältnis setzt. Auch, dass Dentics ein angenehmes Gefühl nach Pfefferminze im Mund hinterlassen verschafft uns die Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob der Dentics Geschmack vielleicht bei jeder Alien Rasse anders schmeckt? Je nachdem, was sie als angenehm frisch empfinden? 😉

Mary und Tim besprechen diese Folge rund um Maßeinheiten, außerirdische Käfer, Peacekeeperangriff und Hitzedramatik in trauter Zweisamkeit. Das tut der Analysefähigkeit allerdings keinen Abbruch. Mary versteht nicht, warum der Marauder zurück gekehrt ist, obwohl er doch schon längst weggeflogen war.

Crychton x 2

Dieses Rätsel wird wohl niemals aufgeklärt werden, aber auch wenn Peacekeeper unerwartet zurück kommen, wissen wir nun wie wir sie wieder vertreiben können. Etwas angenehme Saunaatmosphäre reicht und die gefürchtete Kriegerrasse sieht sich mit dem für Sebazianer hoch gefährlichen Hitzedelirium konfrontiert. Praktisch, wenn das in der Serie nicht mal noch häufiger Thema wird, fressen wir einen Dentic. 😉

Wir sind begeistert von der Idee, einer käferartigen Lebensform, die im Weltraum lebt, einen Fruchtbarkeitszyklus zuzuschreiben, der Wärme benötigt. Wie kommt die Käfermonarchin sonst an Wärme als ein Raumschiff zu annektieren? Vielleicht macht sie es sich in der Corona einer Sonne bequem? Man weiss es nicht. Auf der Moja hingegen kann sie es sich erst bequem machen als sie die Crew ausreichend in Schacht hält. Das gelingt ihr durch Clone derer selbst. Recht interessant, wenn Crychton auf sich selber trifft und mit Kampfschlägen schachmatt setzt, die er sonst niemals benutzen würde und die der kopiert Crychton daher überhaupt nicht kennen kann.

Was das Thema der Folgennummerierung angeht haben unsere Kollegen von sf-radio.net eine Erklärung parat und auch eine Meinung zur Episode:

“Das Leben soll nicht enden” ist chronologisch gesehen die fünfte Episode, wurde aber zusammen mit “Premiere” gedreht. Dadurch mussten sich die Schauspieler schon auf einen etwas vertrauteren Umgang untereinander einspielen, der in den dazwischen liegenden Episoden entsteht, was ihnen auch sehr gut gelungen ist. 

Das eine mal, als Rygel lief..

Eigentlich ist die Funktion der Folge auch eher in der Charakterentwicklung zu sehen, als in der Handlung um die Draks. Crichton muss Aeryn das Versprechen geben sie umzubringen, wenn sie in das Endstadium des “lebenden Todes” eintritt. Ein Versprechen das er ihr zu geben scheint, in Wirklichkeit, wie sich aber am Ende der Episode herausstellt, wahrscheinlich nicht hätte erfüllen können. Sehr schön ist auch Johns Reaktion auf die käferähnlichen Wesen in seiner Kabine. Somit gesehen dient die Episode in erster Linie also uns die Charaktere näher zu bringen, die Handlung selbst tritt in den Hintergrund.”

Und Rygel werden wir wohl leider nie wieder laufen sehen…

The CGI version of Rygel was used to show him walking for the only time in the series. Brian Henson noted that this was not repeated due to its cost.

Aeryn und John auf der Terrasse

Aus dem Cast verlinkt

Sprache und Maßeinheiten in Farscape

Rygel läuft

avatar Mary
avatar Tim

Von Schlammpackungen und drögen Planeten

Die gewasserte Moya. Ungute Gefühle bei einem unserer Podcaster.

Die Zusammenkunft der Podcastenden zu dieser Episode war übermenschlich schwierig zu planen. Der eine versinkt in Arbeit, der andere in Wasser an Stellen wo es nicht hingehört und dann streikte auch noch zum dritten vereinbarten Aufnahmetermin die Technik.

Sparky, der Held des Tages.

Da fängt man doch an zu glauben, dass das Universum (oder Kahaynu – Erstseher: nicht klicken!) etwas dagegen hat, dass wir über diese etwas müde Folge (Folge 2 in der Produktionsreihenfolge, Folge 4 und 7 in der Ausstrahlung DE/US) sprechen. Sven und Tim starten zunächst alleine mit der Folgenbesprechung. Später gesellt sich auch noch Raphael dazu um einige erhellende Erkenntnisse einzubringen, die uns zuvor entgangen waren.

10102 – Ich, E.T. und die anderen

Es fängt eigentlich ganz spannend an. Ein schrilles Signal auf Moya, ein von heftigen Hirnschmerzen gequälter Crichton und ein Dominar der endlich mal ans Arbeiten kommt.

Schlecht aussehende Aliens, heute im Dutzend billiger.

Neben der spannenden Handlung rund um das Verstecken von Moya in einem Schlammloch, um die Signalrufe in den tiefen Raum an zuhörende Peacekeeperpatroullien zu verhindern, dem Entfernen eben jenes Signalgeräts und der Entdeckung, dass es eine Substanz gibt die auf Leviathane betäubend wirkt, gibt es leider noch den zweiten Erzählstrang auf dem Planeten.

Es ist schnell zusammengefasst: Alien sucht Leviathanbetäubungsmittel. Alien trifft auf rückständige Rasse und wird von dessen Militär gejagt. Alien freundet sich mit einzelnen Individuen der fremden Rasse an und verschwindet irgendwann wieder erfolgreich mit der gesuchten Chemikalie.

Aber bis es so weit ist, quälen wir uns gemeinsam mit Aeryn, D’Argo und John über einen all zu erdähnlichen außerirdischen Planeten (“sieht aus wie in Louissana”) und freuen uns doch an der ein- oder anderen Stelle, dass die Autoren sich auch selber über das billige Setting lustig machen. (“Diese Glübirne könnte auf der Erde hergestellt sein”).

Anthony Simcoe als Ka D’Argo. Wird gerne mal angekettet. Hat aber immer noch “Zunge”..

Abschließend bleibt noch festzuhalten: Z’haan kann Schmerzen teilen, Rygel hat nie gearbeitet, D’Argo und Aeryn verbindet ein Respekt unter Kriegern und John hat Heimweh. Und ach ja, Moya ist der zweite Leviathan in der Sagenwelt der Leviathane, der anscheinend jemals auf einem Planeten gelandet (und wieder gestartet) ist.

Und jetzt mal ehrlich

Cayde Tasker als Alien-Sohn Fostro. Der Elliot dieser Farscape-ET-Hommage

Ja, die Folge hat ihre Längen. Aber wir erfahren doch nebenbei einige spannende Dinge, die uns vorher nicht bekannt waren. Außerdem werden tiefgründige Gespräche geführt und Zugeständnisse gemacht, mit denen man nicht gerechnet hätte. Insgesamt also doch eine sehenswerte Folge und im Hinterkopf behalten wir immer die wohlige Hoffnung, dass das Geld das für das Setting in dieser Folge gespart wurde in das der nächsten Folge geflossen sein könnten. Lasst euch also überraschen wie es weitergeht.

Aus dem Cast verlinkt

Der Bechdel Test – Zur Messung der Feminismuskompatibiliät von Medienproduktionen?

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